Einleitung
Inhaltsverzeichnis
GPS-Laufuhren gibt es viele, doch nur wenige haben den Anspruch auch die Outdoor GPS-Navigation zu beherrschen. Garmin Fenix und Suunto Ambit2 sind GPS-Uhren, dessen Anwendungsschwerpunkt nicht der reine Laufsport ist. Ihre Funktionen reichen weit in das Terrain der klassischen Outdoor GPS-Navigation. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit eine GPS-Uhr mit Navigationsfunktionen ein Handgerät ersetzen kann, und welche der beiden Konkurrenten dazu besser in der Lage ist.
Ergonomie und Aussehen
In einer komplexen GPS-Uhr muss viel Technik verbaut werden, deshalb sind beide GPS-Uhren deutlich größer und schwerer als normale Uhren. Trotzdem kann man beide Uhren problemlos im Alltag tragen, ohne Gefahr zu laufen als Außerirdischer betrachtet zu werden. Das Design der Uhren ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, wir würden die Uhren wie folgt beschreiben:
Die Fenix wirkt, zumindest gegenüber der Silver-Edition, etwas kleiner und durch die schwarze Farbe unauffälliger. Die Suunto Ambit2 Silver wirkt dafür etwas edler, trägt aber auch dicker auf. Die Suunto Ambit2 gibt es in unterschiedlichen Designausführungen. Neben der getesteten Ambit2 Silver gibt es noch eine Suunto Ambit2 Black, eine Suunto Ambit2 Sapphire und eine verkleinerte Version Suunto Ambit 2S.
Suunto verarbeitet an der Oberseite Metall und an der Rückseite Kunststoff, Garmin macht es genau andersherum. Am Arm trägt sich Metall angenehmer als Kunststoff. Die Armbänder der Garmin Fenix sind wesentlich weicher und damit deutlich angenehmer zu tragen. Die GPS-Antenne ist bei der Suunto im Armband verbaut, was zwar Vorteile beim Empfang, nicht aber beim Tragekomfort ergibt.
Display
Beide Uhren haben ein LCD-Display, welches sich in der Größe kaum unterscheidet (Ambit2: 29,5 mm, Fenix: 30,0 mm), aber eine unterschiedliche Auflösung bzw. Anordnung besitzt. Das Display der Ambit2 ist rund und hat ca. 128 x 128 Pixel (wobei die Pixel bis an den runden Rand gehen), das der Fenix hat zentral ein Feld mit 70 x 70 Pixel und drumherum einen Rand angeordnet, welcher für die Anzeige der Richtung genutzt wird. Die Auflösung der Suunto Ambit2 ist damit wesentlich höher, was sich auch bei einigen Funktionen positiv auswirkt z.B. die Darstellung des Höhenverlaufs. Leider nutzt Suunto die hohe Auflösung nicht konsequent aus, selbst die Hauptmenüpunkte sind abgekürzt dargestellt bzw. verwenden einen Laufschrifteffekt. Auch der Fenix würde die Auflösung der Ambit2 gut stehen, insbesondere weil dort viele Funktionen eine hohe Auflösung verlangen würden (Kartendarstellung).
Die Ablesbarkeit beider Displays unterscheidet sich deutlich. Der Kontrast der Garmin Fenix ist merklich höher und somit die Ablesbarkeit im Schatten und in der Sonne besser als bei der Suunto. Auch die Änderung des Kontrasts in den Einstellungen der Suunto Ambit2 bringt keine wesentliche Verbesserung. Beide Uhren haben eine Hintergrundbeleuchtung, die manuell oder bei der Garmin auch automatisch nach Sonnenuntergang aktiviert werden kann. Die Helligkeit kann bei beiden Uhren eingestellt werden, wobei die Fenix insgesamt mehr Helligkeit bietet. Dank der starken Hintergrundbeleuchtung kann die Fenix mit einer Taste ebenso als Nottaschenlampe verwendet werden. In diesem Fall wird das Display komplett weiß und maximal hell angezeigt.
Auflösung der Suunto und Kontrast der Fenix würden zusammen das optimale Display für eine GPS-Uhr bieten.
Sensoren
Beide GPS-Uhren sind mit einem magnetischen Kompass, einem Barometer zur Höhenermittlung und einem internen Temperatursensor ausgestattet. Die Garmin Fenix kann optional die Korrekturdaten der WAAS-EGNOS-Satelliten empfangen, die Suunto Ambit2 hat dafür einen zusätzlichen Beschleunigungssensor, der die Geschwindigkeit schneller, genauer und vor allem auch bei schlechtem GPS-Empfang berechnen kann. Vorteile des WAAS-EGNOS-Empfangs in unseren Breitengeraden sind umstritten und eher als gering anzusehen. Die Vorteile des Beschleunigungssensors hingegen konnten wir in unserem Test bestätigen. Mehr dazu auf der nächsten Seite dieses Testberichtes.
Beide GPS-Uhren gibt es in Ausführungen mit oder ohne Herzfrequenz-Brustgurt (Garmin Fenix Performer Bundle). Ist der Brustgurt nicht bereits im Lieferumfang, kann er später optional hinzugekauft werden. Die Unterschiede zwischen den Brustgurten sind gering. Beide haben im Test ihre Aufgabe gut erfüllt. Neben dem Brustgurt gibt es für beide GPS-Uhren weitere drahtlose ANT+-Sensoren, um Schritte, Trittfrequenz oder Geschwindigkeit beim Radfahren (über Radumfang) zu messen. Die Garmin Fenix kann darüber hinaus auch mit dem externen Temperatursensor Garmin Tempe (Testbericht) und dem Geocaching-Gadget Chirp (Testbericht) kommunizieren.
Zusammenfassung Hardware und Ergonomie
Garmin Fenix | Suunto Ambit2 Silver |
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Displayauflösung | 70x70 Pixel |