Die EU-Kommission möchte Mobilfunkgeräte die eine leistungsstarke Kamera, einen TV-Empfänger oder eine Navigationsfunktion enthalten künftig mit höheren Zöllen belegen.
Betroffen von den Plänen sind Handys mit Digitalkameras mit optischem Zoom, Navigationsmodule mit GPS, TV-Empfänger in Geräten mit einer Bildschirmdiagonale ab 9 Zentimeter und videofähige Geräte, die 16 Gigabyte Speicherplatz bieten.
Die Smartphones gelten dann als zollpflichtige Unterhaltungselektronik und sollen zukünftig mit 14 Prozent versteuert werden. Bei einer Einstufung des Handys als Navigationsgerät beträgt der Tarif immerhin noch 3,7 Prozent.
Die Abgaben würden die Geräte massiv verteuern, sagte der Chef des IT-Branchenverband
Der Bitkom hat die Bundesregierung aufgefordert sich gegenüber der EU für die Zollfreiheit aller Mobilfunkgeräte einzusetzen. In der vergangenen Woche kam in Brüssel ein Ausschuss zusammen, bei dem sich die Ländervertreter über die EU-Vorlage berieten
pocketnavigation.de Meinung:
Die neue Verordnung ist so ausgelegt, dass sie auf einen Großteil aller aktuellen Handys und Smartphones zutreffen würde. Da der Bitkom viel Einfluss hat, bleibt zu hoffen, dass die Empfehlung von der Bundesregierung angenommen und der EU-Kommission vorgetragen wird.